Der erste Berater
Clevere Existenzgründer sichern sich Hilfe und Spezial-Know-how von Experten. Wer als Ansprechpartner in Frage kommt.

Gemeinsam mit ihrem Steuerberater Jürgen Faust behält Modegeschäft-Inhaberin Ute Bresgen den Überblick.
Foto: Ulli Reinker
Ute Bresgen hat für künftige Unternehmer einen guten Rat parat: "Nur nicht alles alleine machen wollen", mahnt die Inhaberin Modegeschäfts in Neuwied. Sie hat jeden Schritt ihrer Existenzgründung mit ihrem Steuerberater abgestimmt.
Genau die richtige Strategie. Wer sich als Gründer bei betriebswirtschaftlichen, rechtlichen oder steuerlichen Fragen kompetente Hilfe holt, stellt seine künftige Existenz auf solide Füße. Ansprechpartner gibt es reichlich - allerdings mit unterschiedlichen Stärken und für unterschiedliche Fragestellungen. Aber für alle gilt: "Das Hinzuziehen mindestens eines kompetenten Fachmanns mindert das Risiko zu scheitern", sagt Thomas Neumann, Gründungsexperte beim Beratungsunternehmen RKW Nord-West in Hannover.
Klar, dass sich als erste Anlaufstelle zunächst einmal die Existenzgründungsberater der branchenspezifischen Kammern und Verbände anbieten. Also die Handwerkskammer für angehende Unternehmer im Handwerk, der Einzelhandelsverband oder die IHK für künftige Geschäftsinhaber. Die Experten wissen, was in der Branche los ist, kennen die Kalkulationsgrundlagen und sind in der Lage, das Geschäftskonzept hoffnungsvoller Gründer auf Chancen und Risiken zu überprüfen. RKW-Experte Neumann: "Sie sind als meist kostengünstige Erstberatung praktisch unverzichtbar."
Experte fürs Controlling
Andere Jungunternehmer setzen lieber auf einen Steuerberater als Begleiter für die ersten Schritte. Der ist auf jeden Fall eine gute Wahl, wenn es um Buchhaltungsfragen oder die Kostenrechnung geht. "Da ich die Zahlen aus der Buchhaltung jeden Monat sehe und analysiere, kann ich auf Fehlentwicklungen rechtzeitig aufmerksam machen", sagt Jürgen Faust aus Neuwied, der Steuerberater von Ute Bresgen. Gebraucht wird der Fachmann sowieso, wenn es um die Bilanz und die Steuererklärung geht. Und selbstverständlich rät er bei der Mithilfe von Angehörigen im Modegeschäft zur steuerlich günstigsten Variante. Bei Fragen zur Werbung und Sortimentsgestaltung muss der Experte allerdings passen.
Betriebs- und auch viele Steuerberater sind aber fit darin, einen Business-Plan für die neue Firma zu erstellen oder zu begutachten. Ein solches Papier ist unabdingbar für die Gespräche mit den Banken. Gerade bei Existenzgründern wollen die Kreditsachbearbeiter vom Geschäftskonzept und der Unternehmerpersönlichkeit überzeugt werden. Sauber aufbereitete und plausible Zahlen sorgen für die nötigen Pluspunkte. Trotzdem: "Ohne Sicherheit gibt es kein Geld von der Bank", weiß Steuerberater Faust aus seiner Erfahrung.
© 2007 impulse.de













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