So optimieren Sie den Lerneffekt
Fachwissen, Betriebsführung, persönliche Kompetenzen - Unternehmer und Mitarbeiter sollten sich regelmäßig fortbilden. Doch nicht jeder Kurs kitzelt tatsächlich mehr aus den Teilnehmern heraus. Eine Checkliste hilft, das Weiterbildungsangebot der Firma zu optimieren.

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1. Die Vorbereitung: Führen Sie sich nochmals die unternehmerischen Ziele und persönlichen Pläne der Mitarbeiter im Detail vor Augen. In einem Personalgespräch lässt sich klären, in welchen Bereichen der Arbeitnehmer selbst noch Schulungsbedarf sieht oder welches zusätzliche Know-how er benötigt, um die vereinbarten Zielvorgaben zu erreichen. Eine Marktanalyse zeigt, in welchen Produkt- und Servicebereichen der Betrieb noch zulegen muss. Steuerberater oder andere externe Helfer überblicken zudem, wo die Schwachstellen des Managementteam liegen.
2. Die Angebote: Bei den Handwerkskammern oder IHKs gibt es zahlreiche Angebote zur Weiterbildung. Sie können zudem auf externe Bildungsinstitute hinweisen. Auch die Branchenverbände und die Bundesagenturen für Arbeit vermitteln Kontakte.
3. Der Vergleich: Informieren Sie sich über die verschiedenen Offerten und vergleichen Sie genau. Verlangen Sie von den einzelnen Anbietern, dass Sie Ihnen einen Kontakt zu Teilnehmern vermitteln, die bereits einen Kurs bei ihnen besucht haben. Ein Telefonat mit den Absolventen klärt schnell darüber auf, wie gut die Referenten sind und ob sie mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis zufrieden sind.
4. Die Entscheidung: Der Preis muss zwar stimmen, doch in erster Linie kommt es auf die Inhalte an. Sie sollten möglichst praxisnah und auf die Firmengröße beziehungsweise Branche zugeschnitten sein. Nur so ist es möglich, dass Tipps, Checklisten und andere Arbeitsunterlagen, die im Rahmen der Weiterbildung erarbeitet werden, schnell und ohne größere Umstände in der Firma umgesetzt werden können.
Ebenfalls wichtig: Welche Vorkenntnisse werden von den Teilnehmern verlangt und werden Fortbildungen, die in der Vergangenheit absolviert wurden, anerkannt? Sinnvoll ist es zudem, eine Schulung in der Nähe zu wählen. Das spart nicht nur Reisekosten, sondern ermöglicht auch die schnelle und unkomplizierte Nachfrage beim Experten, wenn es bei der Umsetzung zu Problemen kommt. Eventuell ist sogar ein Kurzbesuch des Referenten in der Firma möglich.
Zu guter Letzt muss die Lernmethode auch zum jeweiligen Teilnehmer passen. Für zurückhaltende Mitarbeiter eignen sich zum Beispiel eher Gruppenarbeiten als Einzelpräsentationen.
5. Die Finanzierung: Gründer und Kleinunternehmen profitieren bei einigen Bildungsträgern von besonders günstigen Konditionen. In einigen Fällen unterstützt sogar die Arbeitsagentur die Weiterbildung. Erkundigen Sie sich beim Anbieter noch Finanzierungalternativen.
6. Die Nachbereitung: Überzeugen Sie sich im persönlichen Gespräch mit dem Mitarbeiter über dessen Know-how-Fortschritte und fragen Sie ihn nach seinen Eindrücken zur Weiterbildung, zu den Referenten und zum Bildungsträger.
Überlegen Sie gemeinsam, wie er seine neu gewonnenen Kenntnisse nun in die Firma einbringen kann. Legen Sie die ersten Schritte und einen Zeitplan zur Umsetzung fest. Halten Sie nach, ob und in welcher Form die Umsetzung erfolgt ist und welche positiven oder negativen Auswirkungen auf die internen Abläufe zu spüren sind.
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