Einkommenserwartungen zu hoch angesetzt
Der Schritt in die Selbstständigkeit ist eine riskante Angelegenheit. Und wenn er gelingt ist das eigentlich eine feine Sache. Trotzdem geben Unternehmer freiwillig ihren Betrieb auf, obwohl er finanziell auf einer soliden Basis steht.

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Dieses Phänomen haben die Wirtschaftsauskunftei Creditreform, das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung und das Zentrum für Insolvenz und Sanierung an der Universität Mannheim untersucht und sind zu einem spannenden Ergebnis gekommen. Der in einer Studie ermittelte Hauptgrund ist: Die Gründer haben ihre persönlichen Verdienstmöglichkeiten falsch eingeschätzt.
Vor allem in den ersten Jahren erwarten viele Unternehmer ein zu hohes Einkommen aus selbstständiger Tätigkeit, stellten die Forscher fest. Erst an zweiter und dritter Stelle nannten die rund 2500 Befragten familiäre und gesundheitliche Gründe, die zur Schließung führten. Das hohe Maß an Stress und Arbeitsüberlastung sind insbesondere in der heißen Startphase für viele Firmenchefs nicht zu bewältigen - zumal auch ihr soziales Umfeld nicht immer bereit ist, diese Belastungen mitzutragen.
Alle persönlichen Schließungsgründe auf einen Blick:
Anlass |
Anteil |
|---|---|
Entlohung |
36 Prozent |
Familiäre Belastung |
29 Prozent |
Stress |
28 Prozent |
Gesundheit |
25 Prozent |
Persönliche Haftung |
23 Prozent |
Geringe Risikobereitschaft |
19 Prozent |
Uneinigkeit im Management |
14 Prozent |
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