22.12.2010
von: Susanne Widrat

IT-Notfallplan spart Zeit und Geld

Viren, Hackerangriffe, Stromausfälle - jedes Unternehmen hatte im vergangenen Jahr durchschnittlich drei IT-Ausfälle zu vermelden. Die Schadensbilanz: Bei 42 Prozent der Firmen stand der IT-Betrieb für einen Arbeitstag oder sogar länger still. Rund 15000 US-Dollar Schaden verbuchten die Betroffenen. 25 Prozent verloren wichtige Daten sogar unwiederbringlich.

Dies ist das Ergebnis des "2009 SMB Disaster Preparedness Survey", einer weltweiten Befragung des IT-Hauses Symantec unter mehr als 1650 kleinen und mittelständischen Unternehmen.

Eine weitere erschreckende Erkenntnis: 86 Prozent der Interviewten in Deutschland sagten aus, dass sie keinen Aktionsplan für einen möglichen IT-Vorfall bereithalten.

Um für den Ernstfall gewappnet zu sein, sollten Sie so vorgehen:



  • Legen Sie ohne Zeitdruck und im regelmäßigen Turnus fest, welche Daten für das Unternehmen wichtig sind und deshalb besonders geschützt werden müssen. Dazu gehören zum Beispiel Informationen aus dem Controlling, aber auch Kunden- und Lieferantenangaben.
  • Der Schaden von IT-Ausfällen lässt sich begrenzen, wenn die Firmendaten automatisch und in kurzen, regelmäßigen Abständen gesichert werden. Zum Beispiel über eine extra installierte Backup-Software. So lässt sich auf jeden Fall menschliches Versagen ausschließen. Wer sich nicht mit IT auskennt, kann die Sicherung auch externen Dienstleistern überlassen. Sie führen diesen Job zum Beispiel über das Internet durch.
  • Erstellen Sie für jeden IT-Gau eine Checkliste mit den wichtigsten Punkten, die abgearbeitet werden müssen. Dabei nicht nur an Hackerangriffe und Virenbefall denken, sondern zum Beispiel auch daran, was passieren muss, wenn zum Beispiel das Notebook unterwegs gestohlen wird oder ein Mitarbeiter das Firmenhandy verliert. Erste-Hilfe-Tipps finden Sie zum Beispiel bei impulse.de.
  • Einmal im Jahr sollte Ihre Firma den Ernstfall proben und testen, ob sie mit den gesicherten Informationen tatsächlich weiterarbeiten kann. Diese Aktion zeigt zudem, ob sich der Chef oder ein versierter Mitarbeiter mit der Rückholung der wichtigsten Daten auskennt und wie lange der IT-Ausfall in der Regel dauert.

© 2009 impulse

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